Leihmutterschaft

Die Leihmutterschaft ist eine assistierte Reproduktionstechnik (ART), die einen Transfer von Embryonen vorsieht, welche als Ergebnis der Punktion und Befruchtung der Eizellen erhalten wurden, in die Gebärmutter der Frau, die mit ihnen keine genetische Verwandtschaft hat, zwecks ihrer Implantation, der Entwicklung und der Geburt.

In der Verordnung Nr. 787, Abs. 6, des Ministeriums für Gesundheitswesen der Ukraine "Über Genehmigung der Ordnung über die Anwendung der assistierten Reproduktionstechniken in der Ukraine" sind alle Normen für die Anwendung der Leihmutterschaft als der assistierten Reproduktionstechnik bei der Behandlung der Unfruchtbarkeit genau festgelegt.


Notwendige Voraussetzungen für die Durchführung des Leihmutterschaftsprogramms sind

  • Vorliegen der medizinischen Indikationen;
  • Vorliegen der notwendigen Unterlagen;
  • Das Ehepaar oder einer der zukünftigen Eltern, in dessem Interesse die Leihmutterschaft geleitstet wird, sollte eine genetische Beziehung zu dem zukünftigen Kind haben;
  • Die Leihmutter sollte keine genetische Beziehung zu dem Kind haben.


Indikationen zur Durchführung des Programms der Leihmutterschaft

  • fehlende Gebärmutter (angeboren oder erworben);
  • Verformung des Hohlraums oder des Gebärmutterhalses infolge angeborener Fehlbildungen, eines chirurgischen Eingriffs, gutartigen Tumoren;
  • strukturell-morphologische oder anatomische Veränderungen am Endometrium, die zum Verlust der Rezeptivität, Synechien (Verwachsungen) der Gebärmutter führen;
  • schwere somatische Erkrankungen, bei denen die Austragung der Schwangerschaft eine Gefahr für die Gesundheit oder das Leben sowohl des Empfängers, als auch des zukünftigen Kindes bereitet;
  • wiederholte erfolglose IVF-Versuche.

Als Leihmutter kann eine volljährige, geschäftsfähige Frau sein, vorbehaltlich der Verfügbarkeit eines eigenen, gesunden und genetisch verwandten Kindes. Vor einem Verfahren des Embryotransfers gibt die Frau ihre schriftliche Zustimmung zur Teilnahme an dem Programm und macht die vollständige medizinische Untersuchung durch. Bei Abwesenheit der medizinischen Kontraindikationen beginnt der Arzt, ihren Körper zum Embryotransfer vorzubereiten.


Algorithmus der Durchführung der assistierten Reproduktionstechnik unter Zuhilfenahme der Leihmutterschaft

  • Auswahl einer Leihmutter;
  • Synchronisation der Menstruationszyklen der Rezipientin (Auftraggeberin oder Eizellenspenderin) und der Leihmutter, Vorbereitung der Embryonen für Transfer;
  • Übertragung der Embryonen in die Gebärmutterhöhle der Leihmutter;
  • Diagnostik, Schwangerschaftsvorsorge und Entbindung.

Gemäß dem Artikel 123 des Familiengesetzbuches der Ukraine hat die Leihmutter nach der Geburt des Kindes keine Rechte auf dieses Kind. Nach der Entbindung ist sie nicht berechtigt, auf irgendwelche Weise mit dem Kind zu kontaktieren.
 


Die Auflistung der Dokumente seitens der Leihmutter, erforderlich für die Teilnahme am Leihmutterschaftsprogramm

  • schriftliche Zustimmung zur Beteiligung am Programm der Leihmutterschaft;
  • Kopie des Inlandspasses;
  • Kopie der Heirats- bzw. Ehescheidungsurkunde (mit Ausnahme der Frauen, die nicht verheiratet waren);
  • Kopie der Geburtsurkunde des Kindes (Kinder);
  • Wenn es bei der Leihmutter eine offiziell registrierte Ehe besteht, wird eine schriftliche, notariell beglaubigte Zustimmung ihres Ehemannes zur Teilnahme seiner Ehefrau an diesem Programm benötigt.


Die Auflistung der Dokumente seitens der Auftraggeber, erforderlich für die Teilnahme am Leihmutterschaftsprogramm

  • schriftliche Zustimmung zur Anwendung assistierter Reproduktionstechniken;
  • Kopie des Passes;
  • notariell beglaubigte Kopie des schriftlichen Rahmenvertrages zwischen der Leihmutter und der Frau (dem Mann) / dem Ehepaar.