Gesetzwidrige Leihmutterschaft in Weißrussland

Der Untersuchungsausschuss Weißrusslands hat ein Strafverfahren gegen die Direktorin der Agentur "Surkonsult" Oksana Kolesen eingeleitet. Sie wird nach Teil 2, Art. 233 des Strafgesetzbuches Weißrusslands beschuldigt (illegale Geschäftstätigkeit, die mit dem Erhalt des Einkommens in besonders großem Umfang verbunden ist), der bis zu fünf Jahre der Freiheitsentziehung vorsieht.

Die Fahndungshandlungen in Bezug auf die Agentur "Surkonsult" wurden durch die Hauptverwaltung für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und Korruption des Innenministeriums durchgeführt. Nach den ersten Ergebnissen der Untersuchung kann ein Leihmutterschaftsskandal auch Auswirkungen auf die Strukturen des Gesundheitsministeriums Weißrusslands haben.

Laut Rechtsschutzorganen beschäftigte sich Oksana Kolesen in der Zeit von Juli 2010 bis Januar 2014 mit unternehmerischen Aktivitäten für Unterstützung der Leihmutterschaftsprogramme, ohne dafür Lizenz zu haben. Während dieser Zeit erhielt sie aus ihren illegalen Tätigkeiten von mehr als 280 Millionen Rubel.

Laut Rechtsschutzorganen beschäftigte sich Oksana Kolesen illegal mit künstlicher Befruchtung von Leihmüttern mit Ausnutzung zwecks einer juristischen Beschirmung der Unternehmen, wo sie die Gründerin war: "Yurgruppzentr" GmbH und "Vudpolbel" ChPTUP (das private Produktions- und Handels-Einheitsunternehmen). Eben für diese Tätigkeit wurde sie festgenommen.